Mittwoch, 19. August 2009

Österreich: Bankgeheimnis - Erste Sanktionen gegen Österreich angekündigt

Wie wir bereits an anderer Stelle zu erklären begonnen haben ist Österreich eine Steuer- und Verdunkelungsoase (siehe unser Blog zu Stiftungen hier, und jüngster Blog Richard Murphy's auf Englisch hier). Nun berichtet der Wiener Standard (hier klicken!) über eine erste Konsequenz daraus: Die Europäische Investitionsbank wird künftig keine Geschäfte mehr mit österreichischen Banken tätigen:
"Recht stolz verkündet EIB-Chef Philippe Maystadt in einem Schreiben an Finanzminister Josef Pröll die Kunde: Die Europäische Investitionsbank nehme eine 'führende Rolle im Feldzug zur Eliminierung ungewünschter Praktiken in Verbindung mit Offshore Financial Centres ein', meint der Bank-Präsident. Konkret heißt das: Die EU-Bank hat Sanktionen gegen Staaten beschlossen, die sich in Steuerfragen nicht an internationale Standards halten."
Man höre und staune: Noch bevor die G20, die OECD, oder die UN Sanktionen gegen Steuer- und Verdunkelungsoasen beschlossen haben gelingt es einer öffentlichen Bank ihre Geschäftsbeziehungen zu anderen Banken in einer Steueroase einzufrieren (den ganzen Artikel gibt es hier!).

Wäre das nicht eine passende Idee auch für bundesdeutsche öffentliche Banken wie die WestLB, die Hypo Real Estate und andere?

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