Dienstag, 8. September 2009

Neueste Nachrichten - Kurzüberblick

"Die grösste Steueroase der Welt" (NZZ)
Mexiko fordert von den Vereinigten Staaten Auskunft über Konten seiner Bürger bei US-Banken. Am Dienstag wird sich die US-Steuerbehörde IRS an einem OECD-Treffen in Mexiko als Siegerin über das Schweizer Bankgeheimnis feiern lassen. Derweil versucht der Gastgeber, die Steueroase USA zu knacken.

Jagd auf Steuersünder (SZ)
Sommeroffensive im Sonnenland: Die Regierung in Rom will Steuerhinterzieher dingfest machen. Vor allem die Besitzer von Yachten und Luxusautos geraten ins Visier der Behörden. Und auch der Fiat-Clan.

Liechtenstein öffnet sich - aber nur ein wenig (SZ)
Das Fürstentum Liechtenstein verspricht, den deutschen Finanzbehörden zu helfen - aber nur in Einzelfällen.
TJN-Kommentar: Mehr Hintergrund zu den weitgehend wirkungslosen OECD-"Standards" und dem Modell des Informationsaustauschs "auf Anfrage" finden Sie hier (klicken!) und hier (klicken!, pdf, Englisch). Nähere Infos zu den jüngsten Abkommen Liechtensteins mit den USA finden Sie hier (klicken!), mit Großbritannien hier (klicken!).

Cayman Islands droht Staatsbankrott (FTD)
Der Inselstaat gilt als Inbegriff des Urlaubs- und Steuerparadieses mit Geld in Hülle und Fülle. Irrtum. Der Hurrikan namens Finanzkrise trifft auch das Eiland in der Karibik hart. Das Land mit all seinen Banken, Briefkastenfirmen und Hedge-Fonds ist klamm.

Deutsche Banken gut im Geschäft mit Steueroasen (Zeit)
Über Tochtergesellschaften und Stiftungen machen deutsche Banken Geschäfte mit fast allen Steuerparadiesen der Welt. Selbst ein staatlich gestütztes Institut ist dabei.

Medizinisch-industrieller Komplex: Systematisch korrupt (SZ)

Von wegen "Götter in Weiß": Nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamts stehen Ärzte im Zentrum der Korruption im Gesundheitswesen. Viele Mediziner erhalten dabei nicht nur Kopfgeld für Patienten.
TJN-Kommentar: Man beachte die Parallelen zwischen dieser Form systematischer Korruption und jener in der Finanzindustrie (z.B. hier, Englisch; oder der Artikel unten, über England).

Kleiner Kapitalist im Rathaus (SZ)
Zwei Seelen in einer Brust: Londons Bürgermeister Boris Johnson kämpft für die Finanzindustrie. Eine scharfe Regulierung ist ihm zuwider, der Boni-Irrsinn aber auch.
TJN-Kommentar: Für mehr Hintergrund zur Rolle der Londoner City im globalen Finanzkasino bitte hier klicken (Englisch).

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