Freitag, 18. September 2009

Task Force fordert von G20 Taten gegen das Schattenfinanzsystem

Zum Abschluss ihrer zweitägigen Konferenz in Washington hat die Task Force on Financial Integrity and Economic Development die G20 aufgerufen, sich mit den gravierenden Auswirkungen des Schattenfinanzsystems für die armen Länder zu befassen und konkrete Schritte gegen die Kapitalflucht in dieses System von Steuer- und Verdunkelungsoasen zu unternehmen.

Hinter der Task Force mit dem sperrigen Namen verbirgt sich die weltweit einzigartige Koalition von zivilgesellschaftlichen Organisationen (darunter das Tax Justice Network) und Regierungen (darunter auch die deutsche Bundesregierung), die sich mit Fragen von Steuerflucht und Steuervermeidung und ihren Auswirkungen für die Entwicklungsländer befasst. 

Die Task Force wurde auf Initiative Norwegens unter dem Dach der Leading Group on Innovative Financing for Development gegründet und hat seit Januar 2009 ihr Sekretariat beim Washingtoner Think Tank Global Financial Integrity

Ihre fünf Themenschwerpunkte:

- Bekämpfung von Preismanipulationen im internationalen Handel
- Verbindliche Verankerung länderbezogener Berichtspflichten
- Offenlegung von Informationen über wirtschaftliche Eigentümer/Nießbrauchberechtigung (beneficial ownership) von Unternehmen und Trusts.
- Einführung des automatischen Austauschs von Steuerinformationen
- Maßnahmen gegen Geldwäsche

 

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