Donnerstag, 19. November 2009

Neueste Nachrichten - Kurzüberblick

Grossbanken arbeiten mit an Lösung des Grössenproblems (NZZ)
Nach scheinbar verhärteten Fronten zwischen Aufsichtsbehörden und Grossbanken arbeiten UBS und Credit Suisse nun aktiv an einer Lösung des «too big to fail» mit. Dies gab SNB-Vizepräsident Philipp Hildebrand bekannt und warnte zugleich eindringlich vor dem Verzicht auf Reformen.

"So schnell entsteht keine neue Blase" (FTD)
"Animal Spirit": Das Buch von Yale-Professor Robert Shiller gilt als das wichtigste zur aktuellen Krise. Im FTD-Interview erläutert er, warum er glaubt, dass nicht Geld, sondern Vertrauen das Schlimmste verhindert hat. Und warum die Welt nicht weniger, sondern mehr Finanzinstrumente braucht.

Nur noch für ehrliche Steuerzahler (taz)
Schweizer Banken sollen nur noch versteuertes Geld annehmen, um dem Vorwurf der Beihilfe zur Steuerflucht zu begegnen, fordert die Branche. Das Bankgeheimnis bliebe unangetastet

14.000 Selbstanzeigen in USA nach Steueraffäre um UBS-Bank (Yahoo)
Fast zwei Monate nach Beilegung des Steuerstreits zwischen den USA und der Schweizer UBS-Bank haben tausende US-Bürger Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung erstattet. Mehr als 14.700 Bürger hätten vor Ablauf der Frist für eine Amnestieregelung ihre Auslandskonten offengelegt, teilten die US-Steuerbehörden mit.
TJN-Kommentar: Der internationale Blog von TJN kommentiert diesen Deal hier (klicken!).

Bundesfinanzhof überprüft Erbschaftsrecht (Handelsblatt)
Die umstrittene Reform des Erbschaftsrechts kommt auf den Prüfstand. Als oberstes deutsches Steuergericht wird sich der Bundesfinanzhof in München nach der Klage eines Betroffenen erstmals mit dem neuen Erbschaftsrecht auseinandersetzen.

Schäuble und Brüderle zeigen sich einig bei Steuerplänen (Yahoo)
Nach wochenlangem Koalitionsstreit haben sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) in Fragen der Steuer und Finanzpolitik betont einig gezeigt. Es herrsche «völlige Übereinstimmung» darüber, dass die für 2010 und 2011 vorgesehenen Steuerentlastungen von etwas über 20 Milliarden Euro richtig seien, sagte Schäuble nach Beratungen des Bundeskabinetts am Dienstag im brandenburgischen Schloss Meseberg. Genauso stehe es im Koalitionsvertrag.

Igor Olenicoff: Der Ehrenmann (Handelsblatt)

2007 wurde der Wahl-Kalifornier Igor Olenicoff wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt – nun will der Milliardär Rache. Olenicoff verklagt die Schweizer Großbank UBS, weil ihre Berater ihm illegale Steuertricks empfohlen haben sollen. Heute geht er vor Gericht.

Sparkassen dürfen Darlehen weiterverkaufen (FTD)
Dass private Banken Kreditverträge ihrer Kunden veräußern dürfen, hatte der Bundesgerichtshof bereits vor zwei Jahren geurteilt. Jetzt steht fest: Es gibt keine Sonderregel für öffentlich-rechtliche Sparkassen - sie dürfen das auch.

EU zwingt ING zur Aufspaltung (FTD)
So kann es gehen, wenn man beim Steuerzahler mit Milliarden in der Kreide steht: Der Finanzkonzern muss Bank- und Versicherungsgeschäft voneinander trennen. Konkurrenten wie Royal Bank of Scotland dürften genau hinschauen - auch ihnen drohen harte Einschnitte.

Italien durchsucht Schweizer Bankfilialen (NZZ)
Mehr als 100 Beamte der italienischen Finanzpolizei haben am Dienstagmorgen Dutzende von Filialen von Schweizer Banken in Italien durchsucht. Gemäss italienischen Steuerbehörden soll so die «pünktliche Übermittlung aller relevanten Daten» garantieren werden. Die Bankiervereinigung spricht von einer «diskriminierenden Aktion».

Schwarz-Gelb: das Narrenschiff (SZ)
Auslagerung von Risiken, Schattenbilanzen, Off-shore-Geschäfte: Union und FDP wollen die Folgen der Bankenkrise just mit dem Trick bewältigen, der die Banken in die Krise geführt hat.

Finanzkrise? Welche Finanzkrise? (taz)
Die amerikanische Großbank JP Morgan Chase meldet 3,9 Milliarden Dollar Gewinn. Die guten Zahlen lohnen sich für die Bankmanager, die so viel verdienen sollen wie nie zuvor.

Goldener Handschlag für Top-Banker (Tagesspiegel)
Bis zu 120 Millionen Dollar bekommt Kenneth Lewis zum Abschied von der Bank of America. Für 2009 muss der scheidende Chef auf sein Gehalt verzichten: auf 1,5 Millionen.

Bank of America schockt mit Horrorverlust (SZ)
Krise überstanden? Mitnichten. Die Bank of America trübt das Bild der wiedererstarkten Wall Street mit einem Milliardenverlust.

"Das ist Terrorismus!" (FTD)
Italiens Steuerflüchtlinge lieben die Schweiz, doch der heimische Fiskus ist ihnen dicht auf den Fersen. Die Jagd nach Millionen bekommt bisweilen bizarre Züge.

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