Dienstag, 5. Januar 2010

Neueste Nachrichten - Kurzüberblick

Bilderrätsel: Wo liegt die beste Steueroase der Welt? (Die Presse)
Im folgenden ein kurzes Bilder-Rätsel, das am Ende eine handfeste Überraschung birgt. Ein Tipp: Alle Bilder dieser Galerie stammen von der gesuchten Steueroase.

"Steuer auf Yachten und Schmuck" (taz)
Union und FDP verschärfen die soziale Spaltung, sagen die Verteilungsforscher Joachim Frick und Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Deshalb fordern sie die Luxussteuer.

Wette gegen eigene Hypotheken (taz)
Die US-Behörden ermitteln gegen Großbanken wie Goldman Sachs und Deutsche Bank, weil sie ihren Kunden riskante Schuldverschreibungen verkauft haben sollen, um sich selbst abzusichern.

FDP-Minister Niebel: "Entwicklungsministerium kein Weltsozialamt" (SZ)
Entwicklungsminister Niebel will die Ziele seines Ministeriums verändern. Doch ihm wird vorgeworfen, nur die Wirtschaft zu fördern - und die Armen zu vergessen.
TJN-Kommentar: Es bleibt spannend zu sehen, wo sich der neue Minister bezüglich der Rolle von Steuerfragen in der EZ positionieren wird. Seine Forderung nach "Hilfe zur Selbsthilfe" statt "Weltsozialhilfe" könnte er am wirksamsten glaubhaft machen, indem er das Steuerthema als oberste Priorität in der EZ ausruft und vorantreibt. Damit aber wird er voraussichtlich bei so manchen wirtschaftsnahen "Selbsthilfebefürwortern" wenig Freude auslösen. Vielleicht wird uns seine konfliktfreudige Art hier positiv überraschen?

Anleger verklagen Credit Suisse (FTD)
Für das Schweizer Institut wird es ernst: Tausende Investoren wollen Schadenersatz für erlittene Verluste bei Immobiliengeschäften. Die Klageschrift bezeichnet Credit Suisse als "internationales Bankenraubtier"

Credit Suisse ist der Darling der Anleger (Handelsblatt)
Die Schweizer Großbank hat sich geschickt durch die Krise manövriert und fährt jetzt ihre Ernte ein. Mit einem Plus von mehr als 80 Prozent hat die Credit Suisse die Rivalin UBS weit hinter sich gelassen. Nun ist sie die wertvollsten Bank der Schweiz. Was die Credit Suisse erfolgreich macht.

Das erfolgreiche Jahr der Krise (taz)
Für viele Zocker hat sich 2009 gelohnt: Trotz Krise, Firmenpleiten und Kurzarbeit, mit Spekulationen war ordentlich Rendite zu machen.

"Umgehend rehabilitieren" (SZ)
Schwerwiegender Verdacht: Wurden vier hessische Steuerfahnder mit psychiatrischen Gutachten für verrückt erklärt, um sie loszuwerden? Sie wollen Hessen verklagen.

Alles andere als normal (SZ)
Die Banken haben ihr komplettes Geschäftsmodell verloren. Doch nun, da das Schlimmste vorbei ist, breitet sich eine gefährliche Illusion von Normalität aus.

Haftaufschub für Informant Birkenfeld in UBS-Affäre abgelehnt (BAZ)
Der Whistleblower in der UBS-Steueraffäre in den USA und frühere Anlageberater der Schweizer Großbank, Bradley Birkenfeld, erhält keinen Haftaufschub in den USA.

Sondersteuer auf Banker-Boni erlaubt (Handelsblatt)
Was für Kanzlerin Angela Merkel nur eine „charmante Idee“ ist, kann nach einem internen Rechtsgutachten des Bundestages sehr wohl Gesetz werden – die Strafsteuer auf Banker-Boni. Nach London und Paris hat die Debatte damit auch Berlin erreicht.

Neuer EU-Kommissar kündigt Mitteilung über illegale Kapitalflüsse an (TJN)

Der neue EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs hat schriftlich auf Fragen des EU-Parlaments geantwortet und darin Pläne für eine geplante Mitteilung erwähnt, die sich mit der Mobilisierung von heimischen Ressourcen für Entwicklung und illegalen Kapitalabflüssen beschäftigt:
„More needs to be done also on mobilizing domestic resources, especially through good governance in the taxation area, tackling inter alia better mobilisation of domestic resources and illicit capital flows, on which I intend to submit a specific Communication in 2010“ (Ausführliche Antwort hier).
Es wird spannend zu sehen, ob diese Mitteilung die Themen der Rechnungslegung nach Ländern sowie des automatischen Informationsaustausches berühren wird (Hintergrund zu den beinahe nutzlosen TIEAs finden Sie hier). Das Parlament hört die Kandidaten vom 11.-18. Januar an, Andris Piebalgs wird am 11.1. von 16:30- 19:30 dem Entwicklungsausschuss Rede und Antwort stehen – evtl. live im Netz zu verfolgen.

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