Freitag, 29. Januar 2010

Neueste Nachrichten - Kurzüberblick

Spitzenbanker Steinmetz packt aus: ''Freiheit bedeutet, in Ketten zu tanzen'' (SZ)
Ein Insider rechnet ab: Otto Steinmetz stand im Zentrum der Finanzkrise. Als Risikovorstand bei der Dresdner Bank und der Deutschen Bank erlebte er mit, wie die Geldinstitute mit Milliardensummen um sich warfen und die Kontrolleure hilflos zuschauten.

Ein hessischer Skandal (FR)
Der Untersuchungsausschuss des Landtags wird versuchen, die dunklen Seiten der Steuerfahnder-Affäre auszuleuchten. Doch Aufklärung nach Wiesbadener Art war schon früher trügerisch. Der aktuelle Fall wird zeigen, was die Wahrheit in Hessen noch wert ist.

Hessen setzt Untersuchungsausschuss ein (Handelsblatt)
Der Wiesbadener Landtag hat am Donnerstag mit den Stimmen aller Fraktionen einen Untersuchungsausschuss zur hessischen Steuerfahnderaffäre eingesetzt. Er soll auch die Rolle von Ministerpräsident Roland Koch in der Sache klären.

Schreiber wegen Steuerhinterziehung vor Gericht (Zeit)
Der Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber (75) muss sich von diesem Montag an vor dem Landgericht Augsburg wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe und Beihilfe zum Betrug verantworten. Seine Verteidiger haben eine Erklärung des Angeklagten zu den Vorwürfen angekündigt.

Die Bankbesitzer müssen ran (FTD)
Kommentar Politiker rund um den Globus arbeiten an einer neuen Bankenregulierung. Wenn große Institute risikobewusster handeln sollen, ist eines unumgänglich: Die direkte Haftung ihrer Eigner und Gläubiger.

Streit um Bonuszahlungen Bosch kündigt erster Bank die Zusammenarbeit (FTD)
Der weltgrößte Autozulieferer hat seine Boykottdrohung wahr gemacht: Unternehmenschef Fehrenbach brach zu einem Geldhaus die Geschäftsbeziehungen ab. Die Reaktionen auf seinen Vorstoß sind verhalten.

Initiative gegen Steuertourismus (20 Minuten)
Um der Steuerflucht durch reiche Ausländer einen Riegel zu schieben, lanciert die Ausserrhoder SP eine kantonale Initiative zur Abschaffung der Pauschalsteuer.

"Es geht vor allem um den psychologischen Schritt" (Wirtschaftsblatt)
Österreichs Managed Futures-Spezialist FTC schließt die Off-Shore-Tochter. CEO Eduard Pomeranz erklärt, warum.

„Non-Dom“ Status sorgt weiterhin für Aufsehen (Blog Steuerkanzlei)
Die britische Regierung hat eine Steueramnestie eingerichtet, so dass sich alle, die illegale Offshore-Konten besitzen, einer hohen Strafe entgehen. Der britische Staat erhält so wenigstens einen Teil seiner ausstehenden Steuergelder zurück und diejenigen, die sich selbst anzeigen, profitieren von der Strafmilderung.

Bankgeheimnis: Fiktion am Ende (WOZ)
Hinter dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts steht eine jahrelange Politik des Aussitzens. Zeit für einen Schritt nach vorne.

Karibik-Insel Barbados Paradies in Not (SZ)
Selbst die Reichen halten ihr Geld zusammen: Luxusvillen auf Barbados verkaufen sich nicht mehr wie Sand am Meer - darum rettet der karibische Inselstaat ein Luxus-Resort.

Deutschland erwägt Bankenabgabe (Zeit)
Künftig könnten Banken für staatliche Rettungsaktionen stärker zur Kasse gebeten werden. Die Bundesregierung diskutiert bereits konkrete Modelle.

Steuerschonende Privatstiftungen abschaffen (Imzoom)
Bestätigt sieht sich die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) in ihrer langjährigen Forderung nach Aufhebung des Privatstiftungsgesetzes durch den Skandal um die Hypo Group Alpe Adria (HGAA). Von den 46 Investoren der Gruppe um Tilo Berlin waren neben internationalen Finanzinstituten und milliardenschweren Privatiers auch mehrere Privatstiftungen beteiligt.

EU sagt Steuerbetrügern den Kampf an Brüssel (Welt)
Die EU verstärkt ihren gemeinsamen Kampf gegen Steuerbetrüger. Die europäischen Finanzminister billigten am Dienstag in Brüssel einstimmig ein Gesetz, das Steuerbehörden in die Lage versetzen soll, Forderungen in der EU über Ländergrenzen hinweg einzutreiben.

Mehr Kooperation gegen Steuerflucht (Tagesschau)
Beim Kampf gegen die Steuerflucht in Europa haben die Finanzminister wenigstens einen kleinen Fortschritt erzielt. In Zukunft sollen die Finanzämter Steuerforderungen in anderen Mitgliedsstaaten besser und schneller eintreiben können. Die Finanzbehörden sollen sich dabei gegenseitig unterstützen. Der Streit um das Bankgeheimnis in Luxemburg und Österreich geht dagegen weiter. Die beiden EU-Länder sperren sich nach wie vor gegen den so genannten automatischen Informationsaustausch bei Geldanlagen aus dem Ausland.

Neue Schlappe für den Bundesrat: Herausgabe eines grossen Teils der 4450 UBS-Daten ist illegal (NZZ)

Das Bundesverwaltungsgericht lässt eine weitere Bombe platzen. In einem repräsentativen Pilotfall urteilen die Richter, dass bei schwerer und fortgesetzter Steuerhinterziehung keine Amsthilfe geleistet werden darf. Damit wackelt die Rechtmässigkeit des ganzen Vergleichs mit den USA.

Abschottung ist keine Lösung (FTD)
Eine Besteuerung von Kapitalzuflüssen nach Europa könnte den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik erleichtern. Doch sie würde zugleich neue Probleme schaffen.

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