Samstag, 27. März 2010

Neueste Nachrichten - Kurzüberblick

Sex, Millionengeschenke und Steuerhinterziehung (Spiegel)
Ein Frankfurter Anwalt soll Unsummen von einer reichen Gönnerin und Liebhaberin bekommen und dann auch noch Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben. Jetzt wurde er zu knapp drei Jahren Haft verurteilt. Der Skandal bringt auch den hessischen Finanzminister in Erklärungsnot.

Daimler: Trauma Amerika (SZ)
Die Ehe mit Chrysler ist gescheitert - und nun schallen auch noch böse Korruptionsvorwürfe über den Atlantik: Amerika wird für Daimler zu einem Land der begrenzten Möglichkeiten.

Mafia nutzte Vatikanbank zur Geldwäsche (Kurier)
Ein italienischer Journalist erhielt Zugang zu geheimen Akten der Vatikanbank. Nun erklärt er, warum die Mafia die Bank als ihre Geldwaschanlage nutzt.

Prozess um 30 Millionen Euro: Bewährung für Steuerberater (WZ)
30-Millionen-Euro-Prozess für 44-Jährigen zu Ende. Wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung in zwei Fällen hat das Landgericht heute einen 44 Jahre alten Steuerberater aus Solingen zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt.

Sehr geehrter Herr Schäuble (Thüringer Allgemeine)

Sehr geehrter Herr Minister, mit Erstaunen habe ich zur Kenntnis genommen (FAZ 3.11.2009), dass der US-Bundesstaat Delaware in der fachlich unumstrittenen Listung der weltweiten "Steueroasen" durch das Netzwerk Steuergerechtigkeit - also derjenigen Orte, die Steuerflüchtlingen und Finanzjongleur Unterschlupf bieten - auf dem ersten Platz steht.

Hessischer Steuersünder: Selbstanzeige eines Superreichen (FR)
Dem Finanzamt Wiesbaden liegt nach Informationen der Frankfurter Rundschau die Selbstanzeige eines hessischen Multimillionärs vor: Der Steuersünder habe der Finanzverwaltung bereits eine Abschlagszahlung auf die zu erwartende Steuernachzahlung in Höhe von zehn Millionen Euro überwiesen, heißt es aus gut informierten Verwaltungskreisen.

Nerven aus Stahl: Schwarzgeld-Kurier packt aus (FR)
Jochen Tabert arbeitet zehn Jahre als Schwarzgeld-Kurier - ein Millionengeschäft. Mit einem straffen Terminplan pendelt er wie ein Manager zwischen den Schauplätzen der Geldwäsche hin und her. Dann steigt er aus und informiert die Steuerfahndung.

Schweizer Bankenverband: „Unsere Banken sind keine Steuerfahnder“ (FAZ)
Deutschland verwendet gestohlene Bankdaten, Amerika bedrängt die Schweizer mit neuen Gesetzen. Das Bankgeheimnis hat in der bisherigen Form ausgedient. Patrick Odier, Präsident des Bankenverbandes in der Schweiz, sagt, wie er dennoch den Schutz der Privatsphäre sichern will.
TJN-Kommentar: Wie nicht anders zu erwarten werden hier wieder alte Vorurteile über den automatischen Informationsaustausch bedient, wie etwa dass die Datenmengen zu groß seien oder dass die Kundschaft abwandern würde. Das letzte Argument ist etwa so, als bekäme man einen Auftragsmord angeboten, und weil man ja sicher gehen kann, dass sich ein anderer für den schmutzigen Job finden lässt, greift man kurzerhand auch selbst zu und begeht den Mord. Stichhaltig? Außerdem verhindern die gegenwärtigen Pläne der USA als auch der EU eine Ausweichreaktion auf Drittgebiete, weil die Tochterunternehmen aller Banken mit Hauptsitz im Inland ebenfalls von den Vorschriften betroffen wären. Näheres dazu findet sich hier. Immerhin erwähnt Herr Odier, dass auch Florida und Delaware in den USA Charakter von Verdunkelungsoasen haben.

Schweizer Angst vor deutschen Steuerfahndern (Tagesschau)
Bevor sie nach Deutschland einreisen, müssen Bankberater der schweizerischen Credit Suisse erstmal ihren Chef um Erlaubnis bitten. Das Geldinstitut befürchtet, dass seine Mitarbeiter hierzulande wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung festgenommen werden könnten.

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