Montag, 22. März 2010

Nord Korea's Kim bevorzugt Luxemburg

Wie wir in unserem Schattenfinanzindex gezeigt haben, belegt Luxemburg Platz zwei auf der weltweiten Rangliste der Verdunkelungsoasen, die am meisten zum Schattenfinanzsystem beitragen (hier finden sie die Gründe dafür). Auch haben wir gezeigt, mit welch ungehobelten Methoden Luxemburg's verquickte Banken- und Politwelt abweichlerische Stimmen zum schweigen bringt. Abgerundet wird das unrühmliche Bild Luxemburg's in der internationalen Schmuddel-Finanz durch deren konsistente Blockadehaltung bei der Einführung elementarer Finanz- und Steuertransparenz im Rahmen der EU-Zinsrichtlinie (mehr Infos hier oder hier).

Nun hat eine britische Zeitung eine kleine Geschichte "mit Schmackes" veröffentlicht. Demnach hält Kim Jong-il einen 4 Milliarden US$-großen "Notgroschen" auf europäischen Banken für den Fall, dass er aus seinem Land fliehen muss.

Die einleitenden Paragraphen lohnt es, ganz zu lesen (frei übersetzt):
"Südkoreanische Geheimdienstmitarbeiter sagten dem Daily Telegraph dass ein großer Teil des Geldes auf Schweizer Banken lag bis die Behörden dort die Geldwäschebestimmungen verschärften. Herr Kim's Helfer haben das Geld dann abgehoben und es auf Luxemburger Banken gebracht - in bar, um keine Papierspur zu hinterlassen.

Das Geld sind die Profite eines verarmten Nordkorea, das seine Nuklear- und Raketentechnologie verkauft, Drogenhandel betreibt, Versicherungsbetrug begeht, sich auf Zwangsarbeit in einem gewaltigen Gulag-System stützt und Fremdwährung fälscht.

'Ich glaube das ist die größte Geldwäsche-Operation in der Geschichte der organisierten Kriminalität. Die Länder aber, in denen diese Gelder angelegt werden, haben bislang nicht die öffentliche Aufmerksamkeit erhalten, die sie eigentlich verdienen', sagte Ken Kato, der Direktor von Human Rights in Asien.
Höchste Zeit für Luxemburg, sich ein anderes Geschäftsmodell zu überlegen (Dank an den internationalen Blog von TJN für diesen Artikel).

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