Mittwoch, 12. Mai 2010

OECD: Deutschland schröpft Geringverdiener

Die LeserInnen dieses Blogs bekommen selten etwas von der OECD zu hören, ohne dass nicht im gleichen Atemzug gehörige Kritik an ihr geübt würde. Was wir damit allerdings nicht beabsichtigen, ist deren vergleichende Arbeit im Steuerbereich grundsätzlich zu diskreditieren. Zumal wenn sie wie gestern ihren Bericht über die Steuerbelastung von Löhnen und Gehältern (Arbeitseinkommen) vorlegt (hier ist der Link zur englischen Pressemitteilung). Die Süddeutsche hat diese Publikation aus einem deutschen Blickwinkel analysiert und bringt Bedenkliches zu Tage.

Statt vieler Worte sei der LeserIn der ganze Artikel ans Herz gelegt oder das Studium der Grafik unten (aus ebendiesem Artikel).
Die Essenz lässt sich zusammenfassen mit:
- Der Faktor Arbeit wird in Deutschland überdurchschnittlich stark belastet (Kapitaleinkommen hingegen unterdurchschnittlich);
- Geringverdiener, egal ob alleinerziehend oder ohne Kinder, werden überdurchschnittlich belastet;
- auch Durchschnittsverdiener tragen im OECD-Vergleich mit die höchste Steuer- und Abgabenbelastung.

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