Dienstag, 18. Januar 2011

Was würde Jesus tun?

Die englische Version dieses Slogans ("What would Jesus do?", WWJD?) ist oft der evangelischen, oder wie es neudeutsch gerne heißt, evangelikalen Bewegung, zugeschrieben worden als kategorischer Imperativ, alles eigene Handeln anhand des Lebens Jesu' zu überprüfen. Im weihnachtlichen Geschäft hat das englische Politmagazin "New Statesman" nun einen Artikel aus dem Hut gezaubert, in dem Jesus' Haltung zu einigen aktuellen Themen beschrieben wird. Darunter befindet sich prominent die Auseinandersetzung um Höchststeuersätze, Steuerprogression, Steuervermeidung und -hinterziehung. Zwar ist der Artikel im englischen Kontext angesiedelt, aber vielleicht findet die geneigte LeserIn ja einen Einstieg.

Die große These des Artikels ist, dass die politischen Implikationen von Jesu' Leben und Wirken ein Problem für die lärmende religiöse Rechte darstellt, die besonders in den USA oft ein Darwin'sches Gesellschaftsverständnis zu befürworten scheint. Provokative Unterkapitel des Artikels sind (frei übersetzt) "Jesus der Klassenkämpfer", "Jesus der Banker-Schreck", "Jesus der Sozialstaatsbefürworter", "Jesus als Verteidiger des öffentlichen Gesundheitssystems", und schließlich "Jesus als Anti-Kriegs-Aktivist".

Sicherlich nicht unkontrovers, nicht zuletzt weil Glaube Gemüter zu erhitzen verspricht (siehe Kommentare unterhalb des Artikels im New Statesman...). Viel Spaß beim Lesen!

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