Donnerstag, 3. Februar 2011

Österreich's Beitrag zum 250-Milliarden-Dollar-Steuer-Schlupfloch

Der Standard aus Wien berichtet heute angesichts der jüngst aufgeflogenen Steuertricks seines Ex-Finanzministers Grasser über die Schattenfinanzplätze der Welt - wie sie TJN im Schattenfinanzindex 2009 erstmals vorgestellt hat.

Besonders erfreulich ist dabei, dass Österreich's gegenwärtig unrühmliche Rolle beim Kampf gegen Verdunkelungsoasen und Intransparenz nicht unerwähnt bleibt. In einem Kommentar zum Thema steht:
Österreich spielt bei der Trockenlegung der Steuervermeidungssümpfe eine besonders unrühmliche Rolle. Dank einer Richtlinie aus 2005 melden in der EU heute 25 von 27 Staaten Zinserträge natürlicher Personen über die Grenzen hinweg ans Nachbarland. Nur Luxemburg und richtig, Österreich, melden nichts. Österreich blockiert sogar, dass die EU-Kommission Abkommen über den Austausch von Steuerinformationen mit Liechtenstein, der Schweiz, San Marino, Monaco und Andorra schließen kann. Wären diese Abkommen unter Dach und Fach, würde die innereuropäische Ausnahme vom Datenaustausch auch für Wien nicht mehr gelten.
Es ist immer wieder ermutigend zu sehen, wenn Journalisten ihrer Informationsaufgabe gründlich nachgehen - Glückwunsch an den Standard in Wien zu der runden thematischen Aufarbeitung!

1 Kommentar:

  1. Eine sehr schöne und gut darstellende Grafik. Veranschaulicht sehr schön die Probleme, mit denen viele Länder erstmal klar kommen müssen.

    Grüße

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