Dienstag, 8. März 2011

Schweizer' Taktieren geht nicht auf

Ein Artikel in der NZZ titelt "zweite Angriffswelle" und meint die jüngsten Bemühungen der US-Behörden, an mehr Kundendaten von Schweizer Banken zu gelangen. Dies geschieht nachdem bekannt wurde, dass Schweizer Bankberater während des Konflikts um Schwarzgeldkonten bei UBS und Credit Suisse ihren US-Kunden rieten, statt ihre Schwarzen Konten zu deklarieren, diese einfach zu kleineren Schweizer Banken ohne US-Präsenz zu transferieren.

Nun droht der Supergau für viele kleine Banken, denn durch ein Amnestieprogramm konnten die USA tiefe Einblicke in das Banken und Treuhandnetzwerk in der Schweiz erlangen: wenn die USA einzelnen Bankangestellten nachweisen können, dass sie sich falsch verhalten haben (etwa Schwarzgeld angenommen haben), dann kann die ganze Bank angegklagt werden. Das würde zu einer Isolation der Bank im internationalen Zahlungsverkehr führen, und damit zu deren Zusammenbruch.

Der ganze Artikel ist höchst lesenswert, hier. Schon vor langer Zeit haben wir in der Schweiz argumentiert, dass eine Salamitaktik nichts bringt, und einzig der automatische Informationsaustausch Gerechtigkeit schafft. Auch die widersinnige Idee einer Abgeltungssteuer muss begraben werden. Bis dahin werden wohl leider noch einige Schlagzeilen über die Schweiz die internationalen Zeitungen schmücken.

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