Montag, 22. April 2013

Info Steuergerechtigkeit #09: Ökologische Steuerreformen in Ländern des Südens

Neuerscheinung


Im Zentrum der internationalen Agenda für Steuergerechtigkeit stehen bisher die Bekämpfung von Steuerflucht und Steuerhinterziehung sowie die Schaffung solidarischer und leistungsfähiger Steuersysteme. Ökologische Aspekte wurden bisher meist getrennt davon thematisiert, wie in Deutschland im Rahmen der Debatten um eine ökologische Finanzreform.

Dabei ist die Steuer- bzw. Fiskalpolitik ein Schlüsselinstrument für Regierungen, um umweltpolitische Ziele im engeren Sinne und die Ziele nachhaltiger Entwicklung im weiteren Sinne in die Praxis umzusetzen. Dies geschah bisher meist unzureichend. Viele Regierungen zögerten, wirksame Steuern auf umweltschädlichen Ressourcenverbrauch einzuführen oder entsprechende Subventionen abzubauen.

Inzwischen wurden in vielen Ländern Umweltsteuern punktuell eingeführt, systematische ökologische Steuerreformen blieben aber die Ausnahme. Das gilt noch mehr für umfassende Modelle ökosozialer Finanzreformen. Sie verknüpfen ökologische Ziele mit dem Schutz der Menschenrechte und der Förderung sozialer Gerechtigkeit. Auf diese Weise können sie zweierlei bewirken: Sie können sowohl zum Schutz von Umwelt und Klima beitragen als auch soziale Disparitäten reduzieren. Darüber hinaus können solche Reformen zusätzliche öffentliche Mittel mobilisieren, die zur Verwirklichung der Ziele nachhaltiger Entwicklung dringend erforderlich sind.

Info Steuergerechtigkeit #09: Ökologische Steuerreformen in Ländern des Südens beschreibt bestehende Ansätze von Umweltsteuern, informiert über Erfahrungen mit Umweltsteuern in Ländern des Südens und zeigt die Notwendigkeit zu umfassenderen Öko-sozialen Finanzreformen.

Download: Info Steuergerechtigkeit #09: Ökologische Steuerreformen in Ländern des Südens
Info Steuergerechtigkeit 09 liegt auch in Englischer Sprache vor.


Info Steuergerechtigkeit #09 beruht u.A. auf Beiträgen und Diskussionen im Rahmen der internationalen Fachkonferenz „Steuergerechtigkeit – Menschenrechte – Zukunftsgerechtigkeit“ am 27. November 2012 in Berlin. Die Konferenz war eine gemeinsame Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung, des Global Policy Forum Europe, des Bischöflichen Hilfswerks MISEREOR und terre des hommes in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Steuergerechtigkeit Deutschland.

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