Donnerstag, 8. Mai 2014

Lektürehinweis: Interessen multinationaler Konzerne dominieren Pläne der G20 und OECD zu einer globalen Steuerreform


Am 2. Mai veröffentlichte Oxfam den Bericht „Business among Friends“, der den von der OECD zu erarbeitenden „Action Plan on Base Erosion and Profit Shifting“ (BEPS) kritisch bewertet.

Die negativen Auswirkungen von Steuervermeidung und Profitverschiebung auf Entwicklung werden zunehmend von Politikern und internationalen Organisationen wahrgenommen. Der Betrag, den Regierungen im Globalen Süden durch illegale Finanztransaktionen aber auch legalen Tricks zur Steuervermeidung jährlich verlieren, übersteigt den Betrag, den diese Länder in Form von Mittel der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit erhalten, um ein Vielfaches.

Nichtsdestotrotz seien Entwicklungsländer im Reformprozess des globalen Steuersystems kaum beteiligt, so der Bericht. Stattdessen würden die Verhandlungen von den Interessen der Wirtschaft dominiert. Als Folge seien OECD-Mitglieder und multinationale Konzerne die Hauptnutznießer der Reform, zu Lasten der Länder des Globalen Südens.

Den Bericht finden Sie unter folgendem Link.
Quelle: http://www.oxfam.org/en/policy/business-among-friends

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