Montag, 19. Dezember 2016

Steuervermeidung im Berliner Immobilienmarkt



Während mehrere Studien im Auftrag der Grünen im Europaparlament die Steuertricks der großen Unternehmen (IKEA, BASF, Inditex/Zara) dokumentieren, zeigt der Fall eines englischen Immobilieninvestors in Berlin im Kleinen, detailliert und fassbar, die Mechanismen und Konsequenzen der aktuellen Steuerpolitik. 

So wurden in dem Fall rund um die Firma Taliesin Property Fund allein fürs Steuernsparen 20 Briefkastenfirmen in Deutschland, Luxemburg, Zypern, Jersey, Guernsey und London gegründete. Diese kosten jedes Jahr mehr als 500.000 Euro - bei Mieteinnahmen von knapp 10 Millionen Euro. Dabei macht die detaillierte Recherche von Adrian Garcia-Landa und Christoph Trautvetter deutlich, dass Managementgebühren und Gewinnbeteiligungen von knapp 13 Millionen Euro 2015 fast steuerfrei an die Investmentbanker aus London flossen.


In Berlin steigen die Mieten sowie die Steuern für die verbleibenden Zahler der Grunderwerbssteuer während Gesetzesänderungen gegen die Steuervermeidung den Geschäftsmodellen der Vermeider um 6 Jahre hinterherhinken.

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